Seit Mai 2020 haben wir eine neue Profession im Team – einen Schulsozialarbeiter. Herr Mildner ist mit einer halben Stelle für alle drei Standorte der Paul-Maar-Grundschule zuständig.

Was macht ein Schulsozialarbeiter?

An vielen Schulen sind SchulsozialarbeiterInnen tätig. Sie sind Ansprechpartner für SchülerInnen bei Problemen allgemeiner Art, die nicht direkt mit dem Unterricht zu tun haben – aber auch Eltern können sich an sie wenden.

Schulsozialarbeiter sind keine Lehrer. Das ist ein Vorteil: Man kann dem Erwachsenen sein privates Problem anvertrauen und hat ihn nicht danach im Unterricht.

Die Tür zum Büro im ersten Obergeschoss des Altbaus der Paul-Maar-Grundschule steht allen Kindern immer „offen“. Wenn die Tür geschlossen ist, bitte anklopfen. Ob Probleme zuhause oder in der Schule … er ist da, um in allen Situationen zu helfen – „einfach so“ mit ihm „zu quatschen“ ist auch immer möglich.

Wie ist unser Schulsozialarbeiter zu erreichen?

Herr Mildner

Tel.: 05223/793-833

E-Mail: m.mildner@kreis-herford.de

Bürozeiten während der Unterrichtzeit:

Montag 08:30 – 10:00 Uhr
Dienstag 08:30 – 10:00 Uhr
Mittwoch 14:00 – 16:30 Uhr
Donnerstag 08:30 – 10:00 Uhr
Freitag 08:30 – 10:00 Uhr

Für Gespräche mit Eltern wird in der Regel vorher ein Termin vereinbart, nach Absprache ist es auch vor 8:30 Uhr oder nach 16:30 Uhr möglich.

Alle Gespräche unterliegen der gesetzlichen Schweigepflicht und finden freiwillig und anonym statt. Die Inhalte von Beratungsgesprächen werden grundsätzlich vertraulich behandelt.

außer-schulische Beratung

Telefonberatung zu allen Themen

täglich rund um die Uhr

0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 oder 116 123

Online-Beratung zu allen Themen

https://online.telefonseelsorge.de/

Telefonberatung für Kinder und Jugendliche:

Mo–Sa: 14–20 Uhr

116111

Telefonberatung für Eltern

Mo–Fr: 9–11 Uhr, Di + Do: 17–19 Uhr

0800 111 0550

Beratung für pflegende Angehörige

Pflegetelefon:

Mo–bis Do: 9–18 Uhr

030 2017 9131

Beratung per E-Mail:

info@wege-zur-pflege.de

Corona

Neuland für alle

Die aktuelle Situation ist eine Situation, die niemand von uns je erlebt hat. Wir haben alle Neuland betreten. Gleichzeitig ist davon auszugehen, dass jeder sein Bestes tut, um die Situation zu meistern. Auch Sie managen den Alltag mit Ihren Kindern bestmöglich.

Sie müssen das nicht alleine schaffen, sondern dürfen auf Tipps, Anregungen und Hilfe von anderen zurückgreifen. Gestatten Sie sich, dass die Situation schwierig ist.

Möglicherweise haben Sie schon genug Tipps und Anregungen erhalten, die Bundesregierung hat dazu auch einen Beitrag im Internet veröffentlicht:

Coronavirus – Wie Eltern ihren Kindern jetzt helfen können

Kinder verstehen vielleicht noch nicht alles, aber sie spüren und realisieren sehr gut, wenn etwas anders ist als sonst. Sie merken, wenn Eltern sich Sorgen machen, Angst haben oder unsicher sind. Deshalb ist es wichtig, mit Kindern über die aktuelle Situation zu sprechen. Ansonsten bleiben sie mit einem Gefühl der Unsicherheit allein. Kinder brauchen eine Erklärung für das, was momentan passiert, die sie verstehen können. Deshalb sind kindgerechte Formulierungen wichtig.

Mittlerweile gibt es einige sehr gute Videos, die erklären, was Kinder wissen sollten. Videos haben den Vorteil, dass Ihr Kind besser verstehen kann, was vermittelt wird, weil es mit Augen und Ohren wahrnimmt. Sehen Sie sich die Videos vorher an und schätzen Sie ein, ob Ihr Kind sie schon verstehen kann.

https://www.zdf.de/kinder/logo/fragen-und-antworten-zum-coronavirus-100.html

https://www.wdrmaus.de/extras/mausthemen/corona/index.php5

Sendungen wie die Tagesschau sind nicht für Kinder geeignet, Statistiken über Tote und Militärfahrzeuge mit Leichen erzeugen Angst und Panik.

Schauen Sie Videos oder Kindernachrichten immer mit Ihrem Kind zusammen. Dann können Sie Fragen, die sich daraus ergeben, besser beantworten. Außerdem wissen Sie, was Ihr Kind schon weiß.

Wenn Sie mit ihrem Kind sprechen, wählen Sie einen guten Ort und eine passende Zeit:

– ein Ort, an dem sich Ihr Kind geborgen fühlt, vielleicht beim Spielen oder Malen, das schafft zumindest ein gewisses Maß an Entspannung und Normalität.
– Fragen sie Ihr Kind, was es schon gehört hat, räumen Sie Missverständnisse gegebenenfalls aus.
– Erläutern Sie ihm die momentanen Regeln und warum sie wichtig sind.
– Falls Ihr Kind nachfragt, erklären Sie es ihm immer wieder. Achten Sie darauf, wie Ihr Kind auf diese Informationen reagiert. Bemerken Sie körperliche Symptome, die auf Angst hindeuten, gehen Sie dem nach. Schauen Sie dabei auch auf sich selbst, denn Panik ist ansteckend.
– So wichtig es ist, dass Ihr Kind versteht, was momentan passiert: Sorgen Sie dafür, dass Ihr Alltag und der Alltag Ihres Kindes nicht ausschließlich um Corona und Covid-19 kreisen. Ein Mindestmaß an Normalität ist sehr wichtig.

Und täglich schreibt der Lehrer – Corona-Ferien ade

Vermutlich bekommen Sie Aufgaben von Lehrern zugeschickt. Haben Sie mehrere Kinder, die in die Schule gehen? Dann bekommen Sie vermutlich von vielen Lehrern viele Aufgaben über unterschiedliche Systeme zugeschickt. Kind 1 soll etwas kochen, Kind 2 soll einen Lernfilm ansehen und Kind 3 soll Aufgaben im Matheheft lösen. Und Sie sollen alle drei unterstützen, vielleicht müssen Sie zudem auch selbst im Home Office arbeiten.

Die geschilderte Situation zeigt, was Eltern im Moment leisten.

Von heute auf morgen vor diese Herausforderungen gestellt, liegen vielerorts die Nerven bereits blank.

Auch für Lehrer ist die Situation neu. Schulen arbeiten mit unterschiedlichen Systemen, manche Lehrer lernen Google Classroom, Moodle und wie sie alle heißen erst jetzt kennen. Sie können meist nicht sehen, wie viele Aufgaben die Kollegen Ihrem Kind geben. Deshalb kann es sein, dass es mehr Aufgaben erhält, als es schaffen kann, oder weniger als es braucht, um die normale Schulzeit zu füllen. Seien Sie also etwas nachsichtig mit den Lehrern.

Die folgenden Punkte können helfen, die Lage zu entspannen und den Umgang mit diesen Aufgaben zu erleichtern:

– An einem Strang ziehen
Auch wenn es manchmal nicht unbedingt so wirkt, im Grunde wollen alle dasselbe: Das Beste für Ihr Kind. Das lässt sich am besten erreichen, wenn alle, die an seiner Erziehung mitwirken, zusammenarbeiten und in eine Richtung ziehen. Das sind Sie, seine Lehrer, Schulsozialarbeiter und andere Fachleute.

Sie dürfen davon ausgehen, dass alle ihr Bestes geben, um Ihr Kind in seiner Entwicklung zu unterstützen.

– Tagesstruktur
Eine der Hauptaufgaben, die Ihnen im Moment zukommt, ist, Ihrem Kind eine Tagesstruktur zu schaffen. Das gilt ganz allgemein, aber eben auch in Bezug auf das Lernen. Viele Eltern und Lehrer berichten Positives davon, sich am normalen Stundenplan zu orientieren. Steht dort Montag um 8 Uhr Mathematik, lernt Ihr Kind auch zuhause am Montag um 8 Uhr Mathematik.

So wird kein Fach vergessen und auch Nicht-Lieblingsfächer kommen dran. So stehen automatisch auch die Pausenzeiten fest. Ein weiterer Vorteil dieses Systems ist, dass Ihr Kind diesen Stundenplan bereits kennt. Sie müssen also nicht fünf- oder achtmal am Tag diskutieren, welches Fach als nächstes gelernt wird. Das spart wertvolle Nerven und Zeit.

– Nicht zu viel und nicht zu wenig
Wie viel Unterstützung braucht Ihr Kind? Manchmal ist das gar nicht so leicht festzustellen. Beobachten Sie Ihr Kind deshalb genau. Dann können Sie es so begleiten wie es am sinnvollsten ist und es weder über- noch unterfordert wird.

– Versuchen Sie nicht, perfekt zu sein
Sie sind Mutter oder Vater. Sie sind vermutlich keine Lehrkraft. Versuchen Sie, Ihr Kind beim Erledigen seiner Aufgaben so gut zu unterstützen wie es in der momentanen Situation geht. Versuchen Sie nicht, die Lehrer zu ersetzen.

Gibt es Dinge, die Sie nicht verstehen?
Nehmen Sie Kontakt zur entsprechenden Person auf. Häufig hilft schon ein kurzes Gespräch, um die Situation aufzuklären und Missverständnisse zu vermeiden.

Was, wenn …

… Sie nicht mehr weiter wissen?

… Sie mit Ihrer Kraft am Ende sind?

… Sie merken, dass es Ihrem Kind nicht gut geht, es aber nicht mit Ihnen spricht?

… jemand aus Ihrer Familie, Ihrem Bekannten- oder Freundeskreis Covid-19 hat?

Scheuen Sie sich nicht, sich an mich zu wenden (05223/793-833 / E-Mail: m.mildner@kreis-herford.de) oder anderweitig Hilfe zu suchen!

Ermöglichen Sie auch Ihrem Kind, sich bei Bedarf Hilfe zu suchen. Vermitteln Sie ihm, dass es ein Zeichen von Stärke, nicht von Schwäche ist, Unterstützung anzunehmen.